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Klimawandel: Ursachen, Folgen und Handlungsmöglichkeiten

Lernziel: Du unterscheidest Wetter und Klima, erklärst den verstärkten Treibhauseffekt und ordnest Klimaschutz und Anpassung auseinander. Geeignet ab etwa Klasse 7.

Wetter ist der Moment, Klima das langfristige Muster

„Heute regnet es“ beschreibt Wetter an einem bestimmten Ort und Zeitpunkt. Klima beschreibt typische Wetterverhältnisse und ihre Schwankungen über lange Zeiträume. Häufig werden dafür 30-jährige Zeiträume ausgewertet. Ein kalter Wintertag widerlegt deshalb keine langfristige Erwärmung, ebenso wenig beweist ein einzelner heißer Tag allein den Klimawandel.

Wie der Treibhauseffekt funktioniert

  1. Sonnenstrahlung erreicht die Erde. Ein Teil wird reflektiert, ein Teil erwärmt Land und Wasser.
  2. Die erwärmte Erdoberfläche gibt Energie als langwellige Wärmestrahlung ab.
  3. Treibhausgase wie Kohlendioxid, Methan und Wasserdampf nehmen einen Teil dieser Strahlung auf und geben Strahlung in alle Richtungen ab.
  4. Mehr langlebige Treibhausgase verändern den Energiehaushalt: Zunächst entweicht weniger Energie ins All, als ankommt. Das Klimasystem erwärmt sich.

Der natürliche Treibhauseffekt macht die Erde wärmer und lebensfreundlicher. Problematisch ist seine zusätzliche Verstärkung. Ein Gewächshaus ist nur ein eingeschränkt passender Vergleich: Dort spielt die Behinderung des Luftaustauschs eine wichtige Rolle.

Warum Menschen die heutige Erwärmung verursachen

Die Verbrennung von Kohle, Erdöl und Erdgas setzt zusätzliches CO₂ frei. Auch die Rodung von Wäldern, Landwirtschaft und Industrie verändern die Treibhausgaskonzentrationen. Die beobachtete langfristige Erwärmung lässt sich nicht durch natürliche Einflüsse wie Änderungen der Sonne allein erklären. Messungen und physikalische Modelle zeigen den entscheidenden menschlichen Einfluss.

Wasserdampf verstärkt die Erwärmung als Rückkopplung: Wärmere Luft kann mehr Wasserdampf enthalten. Dass Klima sich früher natürlich verändert hat, erklärt nicht automatisch die Ursache der heutigen schnellen Veränderung.

Welche Folgen entstehen?

  • Hitzeextreme werden in vielen Regionen häufiger oder intensiver.
  • Gletscher und Eisschilde verlieren Masse. Meerwasser dehnt sich bei Erwärmung aus; beides trägt zum Meeresspiegelanstieg bei.
  • Niederschläge verändern sich. Je nach Region und Jahreszeit können Starkregen oder Trockenheit zunehmen.
  • Ökosysteme, Landwirtschaft und Gesundheit geraten unter Druck. Die Folgen sind regional sehr unterschiedlich.

Ob ein bestimmtes Unwetter durch den Klimawandel wahrscheinlicher oder stärker geworden ist, muss gesondert untersucht werden. Die pauschale Aussage „jedes Unwetter ist Klimawandel“ ist zu einfach.

Klimaschutz und Anpassung

AnsatzZielBeispiel
KlimaschutzUrsachen begrenzenFossile Energie durch emissionsarme Energie ersetzen; Energie sparen.
AnpassungMit Folgen besser umgehenSchatten, Hitzeschutz, Rückhalteflächen für Starkregen.

Beispiel Schulhof: Bäume und entsiegelte Flächen helfen gegen Hitze und verbessern das Versickern von Wasser. Eine sparsame Heizung mit emissionsarmer Energieversorgung vermindert Treibhausgasemissionen. Beide Maßnahmen ergänzen sich.

Übungsaufgaben

  1. Ordne zu: „Morgen 12 °C“ und „Die mittlere Temperatur mehrerer Jahrzehnte steigt“.
  2. Erkläre die Kette von der Kohleverbrennung bis zur Erwärmung in drei Schritten.
  3. Ein Ort baut höhere Deiche. Ist das Klimaschutz oder Anpassung?
  4. Warum kann ein kalter Wintertag mit einer langfristigen Erwärmung vereinbar sein?
Lösungen anzeigen
  1. Die erste Aussage beschreibt Wetter, die zweite Klima.
  2. Verbrennung setzt CO₂ frei; mehr CO₂ verändert den Strahlungshaushalt; das Klimasystem erwärmt sich.
  3. Anpassung: Der Ort schützt sich vor Folgen. Dadurch allein sinken die Emissionen nicht.
  4. Wetter schwankt weiterhin. Eine langfristige Verschiebung der Verteilung schließt kalte Tage nicht aus.

Quellen und weiterführende Informationen

Inhalt geprüft und überarbeitet am 8. Oktober 2026.

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Gebirge

Lernziel: Du lernst wichtige Gebirge kennen und unterscheidest Plattenkollision, Subduktion und Abtragung. Die Alpen sind ein großes europäisches Hochgebirge; ein Teil liegt im Süden Deutschlands.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Alpen

Der Mont Blanc ist mit rund 4 800 m der höchste Berg der Alpen. Die Höhe seiner Schnee- und Eiskappe verändert sich. Ob er als höchster Berg Europas gilt, hängt von der Abgrenzung Europas ab: Wird der Elbrus im Kaukasus zu Europa gezählt, ist dieser mit 5 642 m höher. Deutschlands höchster Berg ist die Zugspitze mit 2 962 m an der Grenze zu Österreich.

Der Kaukasus ist ein Hochgebirge, das an der Grenze zwischen Europa und Asien zwischen Schwarzem und Kaspischen Meer liegt.

Der Elbrus ist mit 5642 m der höchste Berg des Kaukasus und Russlands.

Der Ural erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung durch Russland und wird gewöhnlich als ein Abschnitt der Grenze zwischen Europa und Asien verwendet.

Bildquelle: https://www.nagra-blog.ch/2017/05/30/der-ural/

Die Alpen sind Deutschlands einziges Hochgebirge. Daneben gibt es viele Mittelgebirge. Die folgende Auswahl ist keine vollständige Rangliste. Bei grenzüberschreitenden Gebirgen kann der höchste Gipfel außerhalb Deutschlands liegen.

  1. Schwarzwald, höchste Erhebung: Feldberg (1493 m)
  2. Bayerischer Wald, höchste Erhebung: Großer Arber (1456 m)
  3. Erzgebirge, höchste Erhebung: Keilberg (Klínovec / 1244 m)
  4. Harz, höchste Erhebung: Brocken (1141 m)
  5. Fichtelgebirge, höchste Erhebung: Schneeberg (1053 m)
  6. Oberpfälzer Wald, höchste Erhebung: Čerchov (Schwarzkopf, 1 042 m, in Tschechien)
  7. Schwäbische Alb, höchste Erhebung: Lemberg (1015 m)
  8. Thüringer Wald, höchste Erhebung: Großer Beerberg (983 m)
  9. Rhön, höchste Erhebung: Wasserkuppe (950 m)
  10. Taunus, höchste Erhebung: Großer Feldberg (881 m)

Vielleicht findet ihr diese ja auf der physischen Karte Deutschlands wieder:

Bildquelle: https://diercke.westermann.de/content/deutschland-physische-karte-978-3-14-100800-5-19-2-1

Das höchste Gebirge der Welt ist der Himalaya. Es liegt zwischen dem indischen Subkontinent im Süden und dem Tibetischen Hochland im Norden. 

Bildquelle: https://www.himalaya-info.org/Gesamtuebersicht.htm

Die äußere feste Hülle der Erde, die Lithosphäre, besteht aus Platten. Sie umfasst die Erdkruste und den obersten festen Teil des Erdmantels. Diese Platten bewegen sich langsam gegeneinander. Zusammenstöße, das Abtauchen einer Platte und Hebungen können Gebirge entstehen lassen. Gleichzeitig tragen Wasser, Eis und Wind Gestein ab.

Der Himalaya entstand durch die Kollision der Indischen mit der Eurasischen Platte. Die indische Landmasse war zuvor Teil des Großkontinents Gondwana.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Gondwana

Nach dem Zerbrechen Gondwanas wanderte Indien über viele Millionen Jahre nach Norden. Dazwischen lag der Tethys-Ozean. Die Kollision mit Eurasien begann vor ungefähr 50 Millionen Jahren; die Bewegungen dauern an. Gesteine wurden gefaltet, übereinandergeschoben und angehoben.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Himalaya

Der Mount Everest im Himalaya ist mit rund 8 849 m der höchste Berg über dem Meeresspiegel. Die 14 üblicherweise gezählten Achttausender liegen im Himalaya und im Karakorum, nicht alle im Himalaya.

Die Anden sind das längste kontinentale Gebirge der Erde und erstrecken sich über etwa 7 000 km entlang der Westseite Südamerikas. Das weltweite System mittelozeanischer Rücken ist noch deutlich länger, liegt aber größtenteils unter Wasser.

Bildquelle: https://diercke.westermann.de/content/s%C3%BCdamerika-physische-karte-978-3-14-100870-8-228-1-1

Der höchste Berg der Anden und überhaupt der höchste Berg außerhalb Asiens ist mit 6961 m der Aconcagua in Argentinien.

An der Westküste Südamerikas taucht heute die ozeanische Nazca-Platte unter die Südamerikanische Platte ab. Diesen Vorgang nennt man Subduktion. Er trägt zu Gebirgsbildung, Vulkanismus und Erdbeben bei. Die Anden haben eine lange, mehrphasige Entstehungsgeschichte; die heutige Nazca-Platte existierte nicht schon während dieser gesamten Zeit.

Quelle: https://www2.klett.de/sixcms/list.php?page=infothek_artikel&extra=TERRA-Online%20/%20Gymnasium&artikel_id=108240&inhalt=klett71prod_1.c.214585.de

Die Rocky Mountains verlaufen im Westen Nordamerikas. Eine wichtige Phase ihrer Entstehung fand vor ungefähr 80 bis 40 Millionen Jahren statt. Dabei spielte die unter Nordamerika abtauchende Farallon-Platte eine wichtige Rolle. Sie darf nicht einfach mit der heutigen Pazifischen Platte gleichgesetzt werden.

Quelle: https://diercke.westermann.de/content/usa-kanada-physische-karte-978-3-14-100800-5-212-1-1

Mit 4401 m ist Mount Elbert der höchste Berg der Rockies. Der höchste Berg Nordamerikas ist allerdings der Denali in Alaska mit 6190 m Höhe.

Bildquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Denali

Drei Begriffe zum Merken

  • Kollision: Zwei Kontinentalplatten stoßen zusammen, etwa im Himalaya.
  • Subduktion: Eine Platte taucht unter eine andere, etwa an den Anden.
  • Erosion: Wasser, Eis und Wind tragen Gestein ab und formen das Gebirge.

Übungsaufgaben

  1. Warum ist „Mont Blanc ist der höchste Berg Europas“ ohne Zusatz ungenau?
  2. Liegen alle 14 Achttausender im Himalaya?
  3. Welche Platten sind an der heutigen Subduktionszone der Anden beteiligt?
Lösungen anzeigen
  1. Weil bei einer Grenzziehung, die den Elbrus Europa zuordnet, dieser höher ist. Der Mont Blanc ist sicher der höchste Berg der Alpen.
  2. Nein. Sie verteilen sich auf Himalaya und Karakorum.
  3. Die Nazca-Platte taucht unter die Südamerikanische Platte.

Quellen und weiterführende Informationen

Inhalt geprüft und überarbeitet am 8. Oktober 2026.

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Die Meere

Lernziel: Du kannst die fünf großen Ozeanbecken zuordnen und wichtige europäische Meere finden. Rund 71 % der Erdoberfläche sind von Ozeanen bedeckt. Das Wasser bildet ein zusammenhängendes Weltmeer, das geografisch in Ozeane unterteilt wird. Zwischen Europa/Afrika und Amerika liegt der Atlantik. Westlich von Amerika und östlich von Asien/Australien liegt der Pazifik. Der Indische Ozean liegt zwischen Afrika, Asien und Australien. Der Arktische Ozean umgibt den Nordpol; der Südliche Ozean oder das Südpolarmeer umgibt Antarktika.

Weltkarte mit den Ozeanen
Bildquellen: Wikipedia

Europa grenzt im Westen an den Atlantik und im Süden an das Mittelmeer. Im Norden liegen unter anderem das Europäische Nordmeer und arktische Meeresgebiete. Deutschland hat Küsten an Nordsee und Ostsee. Die Adria ist ein Teil des Mittelmeers östlich von Italien. Der Bosporus verbindet das Schwarze Meer mit dem Marmarameer. Über die Dardanellen geht es von dort in die Ägäis und damit ins Mittelmeer. Das Kaspische Meer ist ein abflussloses Binnengewässer und besitzt keine natürliche Verbindung über den Bosporus zum Mittelmeer.

Karte Europas und seiner angrenzenden Meere
Bildquelle: Wikepedia

Meer, Ozean und Meerenge

Ein Ozean ist eines der großen Becken des zusammenhängenden Weltmeers. Nordsee, Ostsee und Mittelmeer sind kleinere Meeresräume. Eine Meerenge ist eine schmale Wasserverbindung zwischen größeren Gewässern, etwa der Bosporus.

Übungsaufgaben

  1. Welcher Ozean liegt zwischen Afrika und Südamerika?
  2. Welche Gewässer verbindet der Bosporus unmittelbar?
  3. Nenne Deutschlands zwei Küstenmeere.
Lösungen anzeigen
  1. Der Atlantik.
  2. Schwarzes Meer und Marmarameer.
  3. Nordsee und Ostsee.

Quellen und weiterführende Informationen

Inhalt geprüft und überarbeitet am 8. Oktober 2026.

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Die Kontinente

Lernziel: Du kannst die Kontinente benennen, auf einer Weltkarte finden und unterschiedliche Zählweisen erklären.

Ein Kontinent ist ein sehr großer zusammenhängender Landraum. Seine Abgrenzung ist teilweise geografisch, teilweise historisch und kulturell geprägt. Darum gibt es mehrere gebräuchliche Modelle.

Häufig unterscheidet man sieben Kontinente: Europa, Asien, Afrika, Nordamerika, Südamerika, Australien und Antarktika. Im Sechs-Kontinente-Modell werden beispielsweise Nord- und Südamerika zu Amerika zusammengefasst; dieses Modell zeigen die Karten unten. Europa und Asien bilden eine zusammenhängende Landmasse, Eurasien. Ihre Trennung folgt einer vereinbarten Grenzziehung, unter anderem am Ural. Australien bezeichnet sowohl einen Staat als auch einen Kontinent; „Ozeanien“ meint einen umfassenderen geografischen Raum mit zahlreichen Inseln im Pazifik. Antarktika ist der Kontinent am Südpol, während Antarktis auch die umgebende südliche Polarregion bezeichnen kann. Die Arktis am Nordpol ist eine Region mit einem Ozean in der Mitte und kein eigener Kontinent.

 

Länder und Kontinente sind verschiedene Einteilungen.

Russland und die Türkei sind zwei Beispiele für Staaten mit Gebieten in Europa und Asien. Je nach Grenzziehung werden auch weitere Staaten beiden Kontinenten zugerechnet.

  1. Zum einen ist dies Russland, das bis zum Uralgebirge zu Europa und östlich davon zu Asien gehört .
  2. Und in der Türkei trennt der Bosporus, die Meerenge zwischen Schwazen Meer und Marmarameer, Europa von Asien.
Bildquelle: Wikipedia

So orientierst du dich auf einer Weltkarte

  1. Suche zuerst Äquator, Nordpol und Südpol. Norden liegt auf vielen Karten oben, aber eine Kartenorientierung ist eine Darstellungsentscheidung.
  2. Zwischen Europa/Afrika und Amerika liegt der Atlantik. Zwischen Amerika und Asien/Australien liegt der Pazifik.
  3. Der Äquator durchquert unter anderem Südamerika und Afrika. Antarktika umgibt den Südpol.

Übungsaufgaben

  1. Nenne die sieben Kontinente des hier verwendeten Modells.
  2. Warum können Karten sechs statt sieben Kontinente nennen?
  3. Was unterscheidet die Arktis von Antarktika?
Lösungen anzeigen
  1. Europa, Asien, Afrika, Nordamerika, Südamerika, Australien, Antarktika.
  2. Zum Beispiel werden Nord- und Südamerika zu Amerika zusammengefasst. Es handelt sich um eine andere Konvention.
  3. Die Arktis ist die nördliche Polarregion mit dem Arktischen Ozean; Antarktika ist eine Landmasse am Südpol.